Tipp zur deutschen Aussprache: lange und kurze Vokale

Wieso beschäftigt man sich im Aussprachetraining eigentlich mit den Vokalen?

Um Missverständnisse zu vermeiden, spielt es im Deutschen eine sehr große Rolle, ob ein Vokal lang oder kurz ist:

– Die Mitte ist sehr hoch! Bitte was? Wie kann die Mitte denn hoch sein? Ach, die MIEte!

– Er ist in seiner kleinen Hölle. Huch! Teufelchen? Neee, HÖHle!

– Ich bin müde, ich geh ins Beet. Viel Spaß im Garten! Oder doch ins BETT?

Um die Vokale richtig zu beherrschen, sind mehrere Schritte nötig:

1) Hören: Nehme ich die Unterschiede wahr? Gibt es solche Unterscheidungen in meiner Ausgangssprache?

2) Sprechen: Kann ich die Laute ohne Probleme bilden? Hört sich mein langes ü wirklich wie ein langes ü an?

3) Regeln: Anhand der Rechtschreibung kann man ablesen, ob ein Vokal lang oder kurz ist. Wer die Regeln kennt, ist klar im Vorteil und kann erkennen, wie das Wort gesprochen wird.

4) Üben, üben üben: Wichtig ist dabei, stets ein Feedback zu bekommen, entweder von einem/einer Trainer/in mit geschultem Ohr oder einem/einer eingeweihten Muttersprachler/in (eingeweiht, weil auch deutsche Muttersprachler oft nicht wissen, was denn eigentlich nicht richtig klingt, auch wenn sie hören, dass etwas nicht stimmt). Außerdem hilft es, nachzusprechen. So schult man sein Ohr und seine Artikulationsorgane!

 

 

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Lisa Göbel ()

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