Tipps zur deutschen Aussprache

Tipp zur deutschen Aussprache: ch

Dieser Laut ist rätselhaft: Er wird immer gleich geschrieben und trotzdem immer wieder auf unterschiedliche Weise ausgesprochen. Warum?

a) Die Bildungsweise: Es gibt beim ch zwei Varianten:

1.) Der sogenannte ich-Laut [ç]

ich-laut

Der ich-Laut wird mit geringem Zahnreihenabstand gebildet, das heißt, der Kiefer ist nur wenig geöffnet. Die Zungenspitze liegt hinter den unteren Schneidezähnen und der vordere/mittlere Zungenrücken wölbt sich weit nach oben. Dieser Laut wird also weit vorne im Mund gebildet.

 

2.) Der sogenannte ach-Laut [X]

ach-Laut

Dieser Laut wird mit mittlerem Zahnreihenabstand gebildet, das heißt, der Kiefer ist weiter geöffnet als beim ich-Laut. Die Zungenspitze berührt die unteren Schneidezähne. Der hintere Zungenrücken wölbt sich weit nach oben. Dieser Laut wird also weit hinten im Mund gebildet.

b) Die Ausspracheregeln

Wann welcher der beiden Laute gesprochen wird, hängt von den Lauten ab, die sich um das ch herum befinden. Man nutzt meist den Laut, der den anderen Lauten am nächsten ist. Eigentlich ganz praktisch!

Der vordere ich- Laut [ç] wird gebildet:

– nach den vorderen Vokalen [i, e, y], nach Diphthongen (außer [au]) z.B. in Licht, echt, tüchtig, weich, leuchten

– nach l, n, r z.B. in Milch, manche, durch

– in der Endung -ig z.B. in König

Der hintere ach-Laut [X] wird gebildet:

– nach den hinteren Vokalen [a, o, u] z.B. in Dach, doch, Buch

– nach dem Diphthong [au] z.B. in Bauch

Außerdem gibt es eine Ausnahme: ch vor s

– wird zu k z.B. in Lachs

 

sprichschoen

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